Sunday, February 27. 2005
Erstens: Verwarsteinerisierung der Bierlandschaft schreitet voran
Steffi hat eine Kiste vom neuen Diebels Pils (Produktion 1976 eingestellt, weil niemand mehr Pils trinken wollte und 2005 wieder aufgenommen, weil niemand mehr Alt trinken will) mitgebracht. Ich habe einige Abende mit dem Verkosten zugebracht.
Testurteil: hat alles, was ein Pils braucht, außer einem unverwechselbaren Geschmack. Ich könnte es im Doppelblindtest wahrscheinlich nicht von Warsteiner unterscheiden.
Für mich gilt weiterhin: Wenn Diebels, dann Altbier. Wenn Pils, dann Jever oder Flens.
Zweitens: Das Brauen hat einen Namen
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat geurteilt, dass Bier auch dann noch Bier genannt werden darf, wenn man Zuckersirup hineinrührt. Geklagt hatte die Klosterbrauerei in Neuzelle, Streitgegenstand war ein mir bis dato unbekanntes Bier namens "Schwarzer Abt". Der Geschmack dürfte allerdings tatsächlich unverwechselbar sein, was mehr ist, als man von Diebels Pils sagen kann. Vielleicht muss ich den Grusel-Abt doch mal probieren.
Friday, February 25. 2005
Das ist wie früher, wenn's Zeugnisse gab. Nur schlimmer. Wieder 1000 kWh mehr verbraten als im Vorjahr, und zu allem Überfluss fordert Steffi auch noch Satisfaktion wegen meines losen Mundwerks ("da kannste mal sehen, was Fläschchenwärmer und Babyphon so anrichten können").
Ich sortiere meinen Müll, werfe keine Coladosen in die Landschaft und entsorge meinen Sperrmüll auf Ebay und nicht im Wald. Ich achte die Umwelt. Nur in Sachen Stromverbrauch bin ich eine Wildsau und werde es wohl immer bleiben.
Auch jetzt, da ich der Presse entnehmen durfte, dass Strom kurz-, mittel-, und langfristig teurer wird.
Meine Hoffnung, dass der Gesamtstromverbrauch sinkt, wenn ich die alte E250 außer Dienst stelle, hat sich nicht erfüllt; das mag daran liegen, dass ich sie durch zwei Intel-Bleche ersetzt habe. Außerdem ist jetzt die Katze sauer auf mich, weil ich ihr ihren Lieblingsschlafplatz weggenommen habe.
Scheißtag. Zeit, dass es Wochenende wird.
Tuesday, February 22. 2005
Nachdem Kris gerade voller Stolz die weiße Pracht in Karlsruhe präsentierte, hier der aktuelle Schneepegel vom Niederrhein: 20 Zentimeter!
Monday, February 21. 2005
Nach den kürzlich bekannt gewordenen Phishing-Attacken, die die homographische Darstellung von Zeichen in IDNs ausnutzten, wurde die Deaktivierung der IDN-Behandlung im Browser als eine mögliche Lösung diskutiert.
Aus der Mozilla-Foundation kommt jetzt ein neuer Vorschlag: Beibehaltung der IDNs, aber Darstellung im Browser als Punycode (also zB. xn--khnast-3ya.com statt kühnast.com).
Meine Meinung? Besser als nix.
Saturday, February 19. 2005
In Kris' Blog stieß ich gerade auf eine interessante Neuigkeit: Spammer müssen jetzt Bearbeitungsgebühren an den Datenschutzbeauftragten zahlen (an den man sich wendet, wenn der Spammer den T5F mal wieder ignoriert hat).
Mehr dazu gibts hier.
Nachdem ich jetzt seit acht Jahren IBM-Thinkpads benutze, wäre es eine angenehme Abwechslung, auch mal die Treiber dafür direkt vom Hersteller zu bekommen. Ich bin gespannt.
Wednesday, February 16. 2005
 Die Phoenix Astronomical Society in Neuseeland hat den Nachbau einer steinzeitlichen Sternwarte, angelehnt an das britische Stonehenge, fertiggestellt.
Mehr Informationen hier.
Monday, February 14. 2005
Eine kalifornische Grundschule überwacht ihre Schüler mittels RFID-Badges. Eine wenige Eltern wehren sich, die schweigende Mehrheit schluckt's.
Berichte darüber hier und hier.
Thursday, February 10. 2005
In den Newstickern war heute die Meldung vorherrschend, dass Nordkorea erstens den Besitz von Atomwaffen zugegeben hat und zweitens seinen Ausstieg aus den Abrüstungsverhandlungen verkündete.
Na gut, dachte ich, die Welt ist schlecht.
Zwei Stunden später musste man die gleiche Meldung mit der Lupe suchen. Sie wurde verdrängt von der weltbewegenden Sensation, dass Charles, von Beruf Prince of Wales, seine Lebensgefährtin Camilla Parker-Bowles, von Beruf Bettvorleger des Prince of Wales, zu ehelichen gedenkt.
Die Welt mag schlecht sein, aber nicht halb so schlecht wie die Berichterstattung darüber.
Wednesday, February 9. 2005
Der Spiegel-Redakteur Hilmar Schmundt wurde für seine Wortschöpfung "Powerpointillismus" mit dem Medienpreis des Pons-Wörterbuchverlages ausgezeichnet.
Weitere Preise gingen u.a. an "Hartzweh", "Großbritanamo" und "Massenbelichtungswaffen".
Monday, February 7. 2005
Die Anheuser-Busch-Brauerei bringt ein Bier auf den Markt, das neben 6.6 Volumenprozent Alkohol auch Koffein enthält. Und damit sich das Koffein nicht so einsam fühlt, ist auch noch Guarana und Ginseng mit drin.
Und wie schmeckt das Gebräu? Der Braumeister sagt: "We created a great new drink that's outside the boundaries of the taste adults would expect from a traditional beer,"
Noch Fragen? Nein? Ich auch nicht.
Saturday, February 5. 2005
Zitat aus tagesschau.de:
--> Eingedenk der Proteste gegen die Volkszählung in den 80er Jahren sei es erstaunlich, dass heute die Menschen für drei Prozent Rabatt bereitwillig ihre Daten in jedem Kaufhaus hinterließen, sagte Zypries dem "Hamburger Abendblatt". Was der Staat damals habe abfragen wollen, sei relativ harmlos gewesen. Heute würden viele sogar dokumentieren lassen, "um welche Uhrzeit sie Unterhosen kaufen". <--
Recht hat sie. Leider.
Friday, February 4. 2005
Gleich zwei Grusel-Musiker haben heute Geburtstag: Alice Cooper (57) und Frank Zander (63).
Leider wehren sich beide gegen die fällige Frühverrentung. Schade auch.
Thursday, February 3. 2005
Die Duisburger Linux User Group lädt alle Interessierten zum zweiten Wintergrillen am 12.02.05 ab 15.00 Uhr in den Ruhrorter Yachtclub ein.
Weitere Infos auf der Webseite der DuLUG
Wednesday, February 2. 2005
Erfreut habe ich zur Kenntnis genommen, dass eines der überflüssigsten Kleidungsstücke, die Krawatte, ihrem Niedergang entgegensieht.
"In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Binderabsatz in Deutschland halbiert", schreibt Spiegel-Online.
Applaus - die Erkenntnis "Kompetenz statt Krawatte" scheint sich durchzusetzen.
P.S. mit der Tatsache, dass morgen Weiberfastnacht ist, hat diese Meldung nichts zu tun.
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