In der NRZ gibt es heute einen Artikel ("
Mehr Schutz für gläserne Verbaucher") über Datensammlung und -aggregation mittels der bekannten Rabattsysteme beim Einkaufen.
"Um digitalen Verbraucherschutz zu gewährleisten", heißt es darin, "sollen sich die Firmen selbst verpflichten, sorgsamer mit den gespeicherten Kundendaten umzugehen." Tun Sie das nicht, werde es ein Gesetz geben, so Künast.
Mal abgesehen davon, dass die Kontrolle einer solchen Selbstverpflichtung kompliziert sein dürfte: was ist eigentlich mit den Deutschen los? Erinnert sich noch jemand an die
Volkszählung in den 80ern und den Riesenaufstand, denn es darum gab - sogar im sogenannten "bürgerlichen Lager"? Wo sich brave Familienväter weigerten, dem Staat auch nur die Anzahl der in seinem Haushalt lebenden Personen mitzuteilen?
Heute muss man den Datensammlern anscheinend gesetzlich verbieten, das Datenmaterial anzunehmen, das der durchschnittliche Kaufhauskunde ihnen gigabyteweise und völlig freiwillig in den Rachen wirft - für ein Drittelprozent Rabatt.