Erstens: Verwarsteinerisierung der Bierlandschaft schreitet voran
Steffi hat eine Kiste vom neuen Diebels Pils (Produktion 1976 eingestellt, weil niemand mehr Pils trinken wollte und 2005 wieder aufgenommen, weil niemand mehr Alt trinken will) mitgebracht. Ich habe einige Abende mit dem Verkosten zugebracht.
Testurteil: hat alles, was ein Pils braucht, außer einem unverwechselbaren Geschmack. Ich könnte es im Doppelblindtest wahrscheinlich nicht von Warsteiner unterscheiden.
Für mich gilt weiterhin: Wenn Diebels, dann Altbier. Wenn Pils, dann Jever oder Flens.
Zweitens: Das Brauen hat einen Namen
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat geurteilt, dass Bier auch dann noch Bier genannt werden darf, wenn man Zuckersirup hineinrührt. Geklagt hatte die Klosterbrauerei in Neuzelle, Streitgegenstand war ein mir bis dato unbekanntes Bier namens
"Schwarzer Abt". Der Geschmack dürfte allerdings tatsächlich unverwechselbar sein, was mehr ist, als man von Diebels Pils sagen kann. Vielleicht muss ich den Grusel-Abt doch mal probieren.